Ich heiße Rosemarie Tominski. Ich habe eine Ataxi. Das Gen habe ich geerbt, jedoch verschlimmerte sich meine Krankheit mit den Jahren. Nach und nach lernte ich mit meiner Krankheit umzugehen, die mich stark beeinträchtigt und doch stärkt.
Ich habe meine letzten zehn Arbeitsjahre im Krankenhaus als Stationsschwester verbracht und merkte schnell, dass meine Kolleginnen oftmals keine Rücksicht auf mich nahmen. Nachdem ich in die Seniorenbegegnungsstätte „Treffpunkt Anna Haus“ gekommen bin, merkte ich, dass es auch hier nicht von Anfang an einfach für mich werden würde. Deshalb suchte ich erst einmal etwas Abstand und war viel unterwegs.
In einer Selbsthilfegruppe fand ich Hilfe und konnte mit Menschen reden, die auch wie ich, eine lebensbeeinträchtigende Krankheit haben. Jetzt habe ich viele Menschen in meiner Umgebung die mich schätzen und mögen. Trotzdem frage ich mich, wie ich wohl als Mensch wäre, wenn ich diese Behinderung nicht hätte. Wäre ich oberflächlich und leichtsinnig oder arrogant und hartherzig? So kann ich sagen, ich bin glücklich und zufrieden. Ich bin selbstständig, habe eine schöne kleine Wohnung und lebe von meiner Rente.



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Unter welcher Art von Ataxie leiden Sie?
Ich wünsche ihnen viel Glück in ihrer Wohngemeinschaft.